Durch kulinarische Aktivitäten etwas für den Klimaschutz tun 🙂
Das Gold aus dem lokalen Boden: Kartoffeln!
Zudem: Diamanten aus dem heimischen Ort: Trüffel! 💰💰💰🌳🌳🌳
Trüffelhotspot Landkreis Osnabrück (mit Hochburg in Melle/Westerhausen, tatsächlich beachtliche Reichtümer (im Ernst) befinden sich hier, jedes Jahr neu, im Boden)…

Da sind sie, die Kartoffeln aus lokalem Boden. Danke an die beiden Landwirte Leon Grote und Fabian Grote .
Geerntet auf Westerhausener Boden. Sie sind ein kleines bisschen teurer als Kartoffeln im Handel, aber genau das sollen sie ja auch sein!
Denn: Sie werden ohne Spitzmittel angebaut und am Abend, nach einem langen Tag, kann man ein lokales Produkt direkt aus dem Ort genießen.
Und beim Konsum werden Handelsketten übergangen. Das Geld geht also direkt an die Personen, die das Produkt anbauen.
Das Geld bleibt im Ort und lokale Strukturen werden nachhaltig gefördert.
Und auch so lässt sich etwas für den Klimaschutz tun: Kurze Wege, keine langen Transportstrecken = Ersparnis von CO2 🙂
Wer dort Kartoffeln bestellen möchte (aktuell ist in Planung die Anbaufläche zu vergrössern). Bitte direkt an die beiden Personen wenden und z.B. dort anrufen (01515 9494379). Total unterstützenswert!

Und: Über ein ausgerichtetes Gewinnspiel, gemeinsam mit http://www.teutotrueffel.de/, wurden kürzlich an die GewinnerInnen „Trüffelbäume“ verschickt (also Bäume, deren Wurzeln mit dem Trüffel-Pilz geimpft sind, Stichwort: Mykorrhiza).
2 dieser Bilder haben uns hier erreicht. Sehr schön 🙂

Der Landkreis Osnabrück ist durch das Wiehengebirge sowie den Teutoburger Wald ein absoluter Trüffel-Hotspot. Insbesondere auf kalkhaltigen Böden (in den Karten lilafarben und dunkelrot gefärbt, Quelle: Bodenübersichtskarte Niedersachsen, 1:200.000, Blatt Bielefeld, https://numis.niedersachsen.de/trefferanzeige?cmd=doShowDocument&docuuid=F8CC0013-95B5-4A8B-8273-8F8A30E6F105&plugid=/ingrid-group:iplug-csw-dsc-bgr)
wachsen Trüffel ganz hervorragend. Etwas wissenschaftlicher: Carbonatgesteine, Rendzina- und Pararendzina-Böden.
Tja, und watt soll man sagen: Auch unser Wohnort Melle-Westerhausen ist hier eine Hochburg. Zigtausende Euro (mit Sicherheit im höheren sechsstelligen Bereich) lagern hier, jedes Jahr neu, im Boden. 💰💰💰🌳🌳🌳😃

Im Landkreis ist eine Trüffel-Wildstelle bekannt (10 * 10 Meter, wissenschaftlich betreut), die in den letzten Jahren Trüffel im Wert zwischen 2500 und 4500 Euro (pro Jahr!) produziert hat.
Ein Kilogramm Burgund-Trüffel liegt schon mal zwischen 700 und 1300 Euro auf dem freien Markt.
Und das Besondere (und da freuen sich Klima- und Naturschützer): Der Trüffel wächst in seiner Symbiose nur dann gut, wenn es auch dem
Baum gut geht. Und Trüffelplantagen sind Bereiche sehr hoher Artenvielfalt. Die Bäume wachsen hier nicht in Monokulturen sondern in Multikulturen (z.B. Buchenarten, Eichenarten, Haselnuss).
Es gibt etwa 20 heimische Baumarten, an denen Trüffelsymbiosen festgestellt wurden.

Das Dilemma jedoch: Ohne Sondergenehmigung für wissenschaftliche Zwecke (daran wird hier aktuell gearbeitet, so etwas wollen wir auch) dürfen Trüffel „in der
freien Natur“ zwar gefunden, jedoch nicht „gehoben und mit nach Hause genommen“ werden (es droht nach Bundesnaturschutzgesetz sonst ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit).
Die gefrorenen Trüffelteile hier auf dem Foto sind Übungsmaterial für das Hundetraining und wurden im Rahmen einer Schulung kürzlich erworben.

Anders sieht es im heimischen Garten oder auf einer „Trüffelplantage“ aus, hier darf gepflanzt und geernet werden. Dauert allerdings etwa 7 Jahre, bis die ersten Trüffel soweit sind.
Einige Personen aus der „Trüffelszene“ sprechen hier dennoch von Goldgräber-Stimmung.
Und interessant dabei: Die Mykorrhiza-Symbiose mit dem Trüffel-Pilz sorgt dafür, dass Bäume mutmaßlich im Rahmen der Klimaerwärmung einen hohen evolutiven Vorteil haben.
Der Trüffel sorgt für eine zusätzliche Wasseraufnahme. Das Trüffelgeflecht kann Längen von mehreren Kilometern aufweisen. Da freut sich auch der Baum.
Und der Magen über den Trüffel-Fruchtkörper, der sich jedes Jahr neu bildet.

Vor dem 2. Weltkrieg war Deutschland übrigens eine Trüffel-Exportnation. Das Wissen wurde durch die Toten des 1. + 2. Weltkrieges jedoch ausgelöscht und gelangt erst jetzt wieder zu neuer Blüte.
Massiv beeinfluss wurde das Ganze auch durch den Nationalsozialismus, der viele jüdische Trüffelhändler und Anbauer ausgelöscht hat.

Die Exkursion im Rahmen des 500 AKA-Projektes (gemeinsam mit teutotrueffel.de) ist schon fast ausgebucht (übrigens kostenlos).
Wer dabei sein möchte (Samstag, 3. Dezember, Raum Stemwede):
Bitte unbedingt mit Mailadresse anmelden (erst dann wird der genaue Standort bekannt gegeben):

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/samstag-3-12-2022-ab-14-00-uhr-noerdlicher-landkreis-osnabrueck-naehe-stemwede-exkursion-zu-einer-trueffelplantage/


500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?