In Ostercappeln heute mit Melanie Ballmeyer und Erik Ballmeyer getroffen und den aktuellen Entwicklungsstand der Biotope besprochen und begutachtet. 🙂🌺🌸🌼🌞🌺

Ein bisschen zum Schmunzeln ist es ja schon dort. Die Blühwiese gegenüber des Parkplatzes blüht überhaupt garnicht. Einen Blutweiderich entdeckt, und der ist noch nicht einmal ausgesät gewesen :-/ Trotz unterschiedlicher Saatgut-Variationen und unterschiedlicher Einsaat-Zeiträume, trotz verschiedener Schröpfschnitte: Nada! Nothing! Niente! Nicht einmal die Feuchtwiesenmischung wollte bislang so richtig. Naja, vielleicht wird es nächstes Jahr besser. Ggf. wird dort halt eine artenreiche Vogelschutzhecke gepflanzt. Es ist einfach fürchterlich nass auf diesem Teilstück.

Ganz anders die Blühwiese an der Ecke „Im Diebusch“: 10 von 10 Punkten! Sonnenblumen in voller Blüte, sehr viel Buchweizen, viele Ringelblumen, Ackersenf und und und. Obwohl es heute recht verregnet war: Ein Gesumme und Gebrumme dort. Insbesondere an den Sonnenblumen ist richtig was los. Schaut Euch die Fotos an. Ein Traum, die unterschiedlichsten Arten profitieren von dem reichhaltigen Angebot. Ein echtes Artenparadies! Und aktuell blühen fast nur die „Kultursorten“. Wenn im nächsten Jahr die Mehrjährigen blühen: Kaum auszumalen :-).

Wie geht es nun weiter? Am 16.10 ist die nächste Aktion zum Weiterbau der Trockensteinmauer: https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/16-10-ostercappeln-venne-vollendung-der-trockensteinmauer/ Gerne dort anmelden 🙂

Auch das Gras wird an dem Tag gemäht und abgetragen, um diesen Teil der Insel weiter auszumagern. Die Blühwiese wird gemäht, sobald die Sonnenblumen vertrocknet sind und sich die Vögel die ölhaltigen Kerne geholt haben. Auch diese Nahrung wird im Herbst heiss begehrt sein. Und im Herbst/Winter sind dann Baumpflanzungen geplant.

Erik Ballmeyer brachte heute eine sehr gute Idee ins Spiel. Er erzählte von einer alten Obstwiese in dem ehemaligen Bäckergarten seiner Familie. Viele ältere Leute würden sich noch an den Geschmack der alten Sorten erinnern, ob man so etwas nicht wieder aufleben lassen könnte? Z.B. mit dem Haferapfel, dem Grafensteiner, dem Klarapfel, der Williams Christ Birne, der Großen Schwarzen Knorpel-Kirsche… Sehr gute Idee: Das machen wir!

Es kann sehr viel Verbundenheit erzeugen, wenn man plötzlich wieder einen Apfel ist, den man z.B. 30…40 Jahre nirgendwo mehr gefunden hat. Kulinarisches Kulturgut, häufig vom Aussterben bedroht. Und alte Sorten gehörten eh zum Konzept des 500 AKA-Projektes. Z.B. wird auch dort die Birne „Stuttgarter Gaishirtle“ gepflanzt. Existiert seit 1760, in Deutschland jedoch fast garnicht mehr zu finden. Die Besonderheit dort, an der bald einzupflanzenden Streuobstwiese an der Straße „im Diebusch“. Pflückrecht für jedermann und jederfrau 🙂 Eingesetzt werden Hochstamm-Bäume, die bei guter Pflege in einem guten Jahr schon mal 1 Tonne Obst tragen können. Zudem werden im Herbst dort noch etwa 200 Laub- und Nadelbäume gepflanzt.

******** An alle Menschen aus Ostercappeln und Venne: Wenn Ihr eine bestimmte Baumart wünscht, die auf dem „Biotop-Komplex Mühleninsel“ gepflanzt werden soll: Gerne hier in die Kommentar-Spalte schreiben. Wir bemühen uns, das zu realisieren. Was für ein Artenparadies, das dort Schritt für Schritt entsteht!

Und heute ein weisses Nutria auf der Insel gesehen, soll ja bekanntlich Glück bringen 🙂 500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/ Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz