Danke an diverse Landwirte, die SPD Georgsmarienhütte, den Hauptverband des Osnabrücker Landvolkes, die Firma „Thomas Philipps GmbH & Co. KG“,
die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und das Projekt „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück.
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.“

Heute ging es los. Anbei ein kleiner Film (ok, am Ton müssen wir demnächst wohl noch etwas besser werden ;-)…kriegen wir auch noch irgendwie hin):

Pressemeldung:

Landwirtschaft und Naturschutz ziehen an einem Strang: 15.000 m² Blühfläche für GM-Hütte

Dass zwischen LandwirtInnen und NaturschützerInnen hin und wieder Uneinigkeit herrscht, ist kein Geheimnis. Doch im Grunde verfolgen sie das gleiche Ziel: ihre Umwelt zu erhalten und zu schützen.
Margit Spreckelmeyer, die für die SPD im Stadtrat von Georgsmarienhütte sitzt, brachte den Stein ins Rollen. Sie möchte in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Arbeit der LandwirtInnen schaffen. Gemeinsam mit dem Landwirt und Landvolk-Ortsvorsitzenden Mathias Suttmeyer wurden hierzu verschiedene Ideen entwickelt und anschließend gemeinsam mit der Natur- und Klimaschutzgruppe „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe“ (Melle) ein Konzept entworfen.
Gemeinschaftlich wurde das zunächst auf zwei Jahre angelegte Kooperationsprojekt „Landwirtschaft – Naturschutz – Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Nach einer Vorstellung der Idee durch die Initiatoren war auch der Hauptverband des Osnabrücker Landvolkes (HOL) überzeugt von dem gemeinsamen Vorhaben.

Bei der Anlage einer mehrjährigen, artenreichen Blühwiese möchten die Beteiligten am 28. Mai (11.00 Uhr, Treffpunkt Wanderparkplatz Hankenberge, Navi: nahe Hilter, Zum Limberg 17) aufzeigen, welcher auch finanzielle Aufwand mit der Durchführung von Naturschutzmaßnahmen einhergeht. 15.000 m² in und um Georgsmarienhütte sollen in Blühflächen umgewandelt werden. Dazu wird regio-zertifiziertes Saatgut wie z.B. die sog. „Osnabrücker Mischung“ verwendet. Angedacht ist, dass bei der Pflege einzelner Blühwiesen Schulklassen und interessierte Bürgerinnen und Bürger mithelfen können. Somit soll exemplarisch ein Eindruck vermittelt werden, welche landwirtschaftlichen Tätigkeiten bereits für den Artenschutz geleistet werden. Ab dem Jahre 2022 können zudem Patenschaften für Blühwiesen abgeschlossen werden.

Anders als oftmals kritisiert, haben Bäuerinnen und Bauern ein ureigenes Interesse am Erhalt der Natur. Sie ist die Basis für ihr Wirtschaften und damit ihre Lebensgrundlage. Blühflächen und andere Naturschutzmaßnahmen, die auf landwirtschaftlicher Nutzfläche umgesetzt werden, schränken die wirtschaftliche Nutzung ein. Hier können kein Getreide, Gemüse oder Futtermittel angebaut werden. „Deshalb ist es wichtig, der Bevölkerung zu zeigen: Landwirte sind bereit, Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt umzusetzen, aber das geht eben nicht zum Nulltarif“, sagt Friedrich Brinkmann, Geschäftsführer des HOL.

Margit Spreckelmeyer: „Das Projekt ist eine win-win Situation für die Landwirtschaft und den Klimaschutz!
Hiermit kann den Bürger*innen gezeigt werden: wenn für Naturschutz ein berechtigter Preis gezahlt wird, kann etwas Fantastisches für den Klimaschutz getan werden. Die Landwirtschaft zeigt hier auf vorbildliche Weise, wie es gehen kann! Jetzt liegt es an uns, sensibel für dieses Thema zu bleiben und weiter mit kreativen Ideen unsere Umwelt zu unterstützen.“

Bei dem Kooperationsprojekt handelt es sich um eine Erweiterung des AKA 500-Projektes der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sowie des TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V. In dem 500 AKA-Projekt ist es das Ziel, im Landkreis Osnabrück in Gemeinschaftsaktionen Biotope für die Artenvielfalt sowie Klimaschutzmaßnahmen (Baumpflanzungen) durchzuführen.
Finanziert wird das Kooperationsprojekt Landwirtschaft – Naturschutz – Gesellschaft durch eine Spende des Unternehmens „Thomas Philipps GmbH & Co. KG“ sowie durch Mittel der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe.

Dr. Kai Behncke (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe): „Ein besonderer Dank geht an das Unternehmen Thomas Philipps GmbH & Co. KG sowie allen im Projekt mitwirkenden Personen. Hut ab vor den beteiligten Landwirten! Als Vertreter einer Naturschutzgruppe ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass Landwirte für Naturschutzmaßnahmen auch finanziell entsprechend entlohnt werden müssen. Es ärgert mich oftmals sehr, wenn ich in sozialen Netzwerken lese, wie unverhältnismäßig Bäuerinnen und Bauern angegangen werden und was von ihnen alles gefordert wird. Die Situation ist deutlich komplexer, als dass man einzelnen Landwirten Schuldzuweisungen ob des Artensterbens machen könnte.
Entscheidend ist, dass wir eine gesamtgesellschaftliche Unterstützung für Landwirtschaft und Artenvielfalt erreichen. Dabei sind auch jeder einzelne Bürger und jede einzelne Bürgerin gefragt. Gemeinsam mit der Landwirtschaft lassen sich im Naturschutz große Ziele erreichen – wenn wir als Gesellschaft bereit sind, unseren Teil dazu beizutragen. Das sind wir nachkommenden Generationen schuldig.“

André Philipps, Geschäftsführer der Thomas Philipps GmbH & Co. KG „Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir gerne eine Spende für das Vorhaben „500 AKA“ und seine Erweiterungsprojekte getätigt. Dass sich daraus nun ein Gemeinschaftsprojekt von Naturschützern und Landwirten entwickelt freut uns sehr. Auch der Bildungsaspekt, der Inhalte der Landwirtschaft mit Naturschutzmaßnahmen kombiniert, ist ein wichtiger Positivbeitrag für die Gesellschaft.“